Home
Kampagne
Wehrpflichtinfos
Presse

   


Kampagne gegen
Wehrpflicht, Zwangs-
dienste und Militär

Kontakt
 
 
 
 
Kabinetsordre vom 10.08.1813

"Da bei allen Armeen der jetzt mit uns verbündeten Mächte, und namentlich bei den Russen, Österreichern und Schweden der Gebrauch stattfindet, des morgens nach beendigter Reveille, und des abends nach beendetem Zapfenstreich ein Gebet zu verrichten und es mein Wille ist, daß meine Truppen auch in Hinsicht der Gottesverehrung keinen anderen nachstehen sollen, und daß überhaupt bei denselben dem so notwendigen religiösen Sinn immer mehr Raum gegeben und jedes Mittel zur Belebung desselben angewendet werden möge, so befehle ich hiermit: Daß die Wachen von jetzt an, wenn Reveille oder Zapfenstreich geschlagen wird, ins Gewehr treten, sodann das Gewehr präsentieren, wieder schultern und abnehmen, hierauf den Czako usw. mit der linken Hand abnehmen und, ihn mit beiden Händen vor dem Gesicht haltend, ein stilles Gebet, etwa ein Vaterunser lang, verrichten sollen. Die Mannschaft nimmt mit dem kommandierenden Offizier, Unteroffizier usw. zugleich den Czako ab und setzt ihn ebenso wieder auf. In den Feldlägern sollen die vor den Fahnen usw. versammelten Trompeter oder Hoboisten gleich nach beendigtem Zapfenstreich ein kurzes Abendlied blasen, nach welchem die vordem ohne Gewehr in Jacken oder Mänteln heran getretenen Eskadronen oder Kompanien zugleich mit den Waffen das Haupt zum Gebet entblössen, nach dessen Ende auf ein Signal mit der Trompete oder Trommel die Wachen aus dem Gewehr treten und die Kompanien usw. auseinander gehen. Ich trage Ihnen auf, diesen Befehl den unter Ihrem Kommando stehenden Truppen wörtlich bekanntzumachen, und auf dessen Befolgung strenge zu halten."

Neudorf, den 10. August 1813