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PRESSEINFO

Nummer: 10/97

AutorIn: Ulrike Gramann

eMail: info@Kampagne.de
Datum: 21.04.1997

„Soldaten sind Mörder - Verbrechen der Wehrmacht in Jugoslawien 1941 - 1944“

Ausstellung vom 7. Mai - 23. Juni 1997 in Berlin

VeranstalterInnen: Bündnis aus AIM, Asten FU und TU, ReferentInnenrat der HU, Kampagne gegen die Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär, Thomas-Weißbecker-Haus 

Ohne vorherige Kriegserklärung wurde Belgrad am 6. April 1941 durch die deutsche Wehrmacht bombardiert. Damit begann die Zerschlagung Jugoslawiens, die ein Teil der nationalsozialistischen deutschen Politik war, mit der Deutschland wirtschaftliche Interessen in Südosteuropa - Rohstoffe, landwirtschaftliche Produkte - durchsetzen wollte.

In einer Anweisung des Oberbefehlshabers der 2. deutschen Armee vom 28.4.1941 heißt es in Bezug auf Serbien: „In jeder von Truppen belegten Ortschaft des gefährdeten Gebiets sind sofort Geiseln (aus allen Bevölkerungsschichten) festzunehmen, die nach einem Überfall zu erschießen und aufzuhängen sind.“ Das Wort „Überfall“ meint hier: Widerstandshandlungen aus der Bevölkerung. Bei den Grausamkeiten, die deutsche Wehrmachtssoldaten gegen die Bevölkerung verübten, handelte es sich nicht um vereinzelte Entgleisungen von Frontoffizieren, auch keineswegs nur um Einzeltaten sogenannter „Einsatzgruppen“, sondern um die gezielte Politik auch der deutschen Wehrmacht. Die Täter - Wehrmachtsangehörige - haben ihre Taten stolz dokumentiert. Soldaten der Wehrmacht haben diese Gewalttaten ausgeübt, weil sie von der Ideologie der deutschen Herrenmenschen indoktriniert und von der Minderwertigkeit der Menschen in den besetzten Gebieten überzeugt waren.

Die Ausstellung wurde von der Redaktion des Jugoslawien-Bulletins und von der Bunten Hilfe Heidelberg realisiert und seit 1996 in verschiedenen deutschen Städten gezeigt. Zeitdokumente in der Ausstellung sind Photographien, die von Wehrmachtssoldaten aufgenommen wurden, Faksimiles aus dem „Völkischen Beobachter“, interne Dienstvorschriften der Wehrmacht.

Die Auseinandersetzung um die Ausstellung des Hamburger Institus für Sozialgeschichte „Verbrechen der Wehrmacht“ hat nachdrücklich gezeigt, wie nötig es ist, die Erinnerung an die Verbrechen der Wehrmacht lebendig zu halten. Ungebrochene Kontinuitäten zeigen sich darin, daß es möglich war, daß in München 5000 Faschisten aufmarschieren konnten und daß die Lüge von der vermeintlich „sauberen“ Wehrmacht in der öffentlichen Diskussion immer wieder verbreitet werden konnte. Daneben wird sich ein kleiner Teil der Ausstellung mit dem heutigen Konflikt im ehemaligen Jugoslawien und der Rolle Deutschlands in diesem Krieg beschäftigen.

Veranstaltungsorte:

06. Mai - 11. Mai, TU

12. Mai - 15. Mai, Thomas-Weißbecker-Haus

20. Mai - 30. Mai, Kampagne in Räumen von Bündnis 90 / Die Grünen

31. Mai - 6. Juni Theater Karlshorst, Foyer

16. Juni - 20. Juni, TU

Pressekonferenz am 6. Mai, 11 Uhr TU Hauptgebäude

Pressestelle

Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029